Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft (1998) in der Parlamentsdokumentation

January 14, 2010 by · Leave a Comment
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Aus Anlass der Einrichtung einer neuen Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” (via Netzpolitik.org) wollte ich eigentlich nur ein paar historische Dokumente aus der Enquete-Kommission “Zukunft der Medien in Wirtschaft und Gesellschaft” (um 1997/98) verlinken.

Da das direkte Verlinken im Moment noch nur für einzelne Dokumente funktioniert und nicht für komplette Vorgänge (wie mir die sehr freundlichen Kollegen beim telefonischen Auskunftsdienst der Parlamentsdokumentation sagten), hier die ausführliche Anleitung, wie Ihr selber daran kommt: Read more

atomsandbits-festival und camp im September 09

August 22, 2009 by · 1 Comment
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ab_logo_fullBevor ich es vergesse – es gibt eine Menge Neuigkeiten zum “September-Festival”. Das Kind hat einen Namen, und ein Programm: Vom 18. bis 27.09. findet das atoms&bits Festival als dezentrales Event statt, das sich über 10 Tage erstreckt. Einzelne Veranstaltungen finden an verschiedenen Orten von Berlin bis Brooklyn, von München bis Montreal statt. Und am 26./27.09. findet am Berliner Moritzplatz das atoms&bits-Camp statt.

atoms&bits (a&b) sind die kleinsten Elemente unserer modernen Gesellschaft. Genau darum geht es beim atoms&bits Festival: Wie wir die Gesellschaft Bit für Bit, Atom für Atom verändern – organisiert über das Internet und mit greifbaren Ergebnissen.

Bei a&b treffen sich Visionäre, Baustler, Aktivisten, Geeks, Kreative – eben alle, die eine neue Kultur des kollaborativen Selbermachens zelebrieren. Die fünf Themen, um die sich alles dreht sind: neue Arbeitsformen (Coworking), neue Lust am Bausteln (DIY), neue Kultur der Offenheit (OpenEverything), Politik und art of production of art, sowie die Netzkultur als verbindendes Element, das all dies erst möglich macht.

Das atoms&bits Festival ist selbst das beste Beispiel dafür, wie diese neue Kultur des kollaborativen Selbermachens funktioniert. Anfang Juli 2009 stand die noch vage Idee, eine Reihe unabhängig voneinander geplante Aktionen und Veranstaltungen zu einem großen Event zu bündeln. Aus ihr ist innerhalb kürzester Zeit das Konzept eines Festivals geworden: atoms&bits.

Die Partizipationsstrukturen sind offen, alle arbeiten gleichberechtigt. Jeder konnte und kann seinen Teil dazu beitragen und hierdurch selbst den Charakter und die Ergebnisse des atoms&bits Festivals beeinflussen.
Der derzeitige Planungs- und Schaffungsprozess des Festivals kann über Twitter (http://twitter.com/atomsandbits_de), Flickr (http://www.flickr.com/photos/atomsandbits/), Blogbeiträge der Beteiligten und andere Online-Medien bereits nahezu in Echtzeit mitverfolgt werden. Alle Infos sind (nach und nach) auf atomsandbits.net zu entdecken.

2009 – Das Jahr, in dem sie versuchten, das Netz zu sperren

April 22, 2009 by · 1 Comment
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Es gehen merkwürdige Dinge vor da draußen. Kaum beachtet von Medien und Öffentlichkeit wird in einem atemberaubenden Tempo von der aktuellen Bundesregierung die Installation von Internetsperren bei deutschen Zugangsanbietern zum Netz vorangetrieben. So eben konnte man auf Phönix im Livestream die Übertragung der Pressekonferenz zu Verabschiedung des Gesetzentwurfs sehen – bei der von der Leyen (CDU) und Zypris (SPD) achselzuckend u.a. erklären, man habe sich nunmal für eine Einschränkung des freien Zugangs zum Netz entschieden, nach “gründlicher Abwägung”.

Als kleinen Einblick, was da eigentlich gerade passiert empfehle ich den Besuch folgender Seiten:

Bei Spreeblick gibt es heute einen Online-Demo dazu. Hier kann man mitmachen: >>> spreeblick.com/protest-gegen-internetsperren/

Bei Netzpolitik kann wird der sehr gute und sehr ausführliche Text der ct zusammengefasst, in dem die die Argumente für Internetzensur widerlegt werden: >>> netzpolitik.org/2009/ct-widerlegt-argumente-fuer-internet-zensur/

Ebenfalls bei Netzpolitik werden “die dreizehn Lügen der zensursula” erklärt: >>> netzpolitik.org/2009/die-dreizehn-luegen-der-zensursula/

Und Don Dahlmann ordnet das ganze ein in die Systemkämpfe, die gerade von denen, die mit der Vernetzung und Transparenz durch das Internet leben und denen, die das Internet nur für ein weiteres Medium neben Büchern, Zeitungen und Fernsehen ist. >>> www.dondahlmann.de/?p=208

Und Horax schrieb neulich über Das Schweigen der SPD zur Netzzensur – der Text ist lesenswert, auch wenn Frau Zypris heute das Schweigen brach – in dem sie sich voll hinter alle Aktivitäten zu Netzsperren stellte. >>> horax.wordpress.com/2009/04/19/schweigen/

Mal sehen, wie das Thema auf dem Politcamp in 10 Tagen so thematisiert wird.

re:publica 09 – Minirückblick

April 6, 2009 by · Leave a Comment
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Viele interessante Leute getroffen, einige spannende Vorträge gehört, eine tolle re:publica 09 gehabt, vor lauter Treffen, Gesprächen und “nach der re:publica erledigen” noch nicht dazu gekommen, drüber zu schreiben –  das war die re:publica in der letzten Woche für mich. In Kürze noch mal mehr dazu.

Aber hier schonmal das absolute Highlight: Der Vortrag von Cory Doctorow zum Leben mit dem Netz.

Ein großes Dankeschön ans Orga-Team rund um Spreeblick, newthinking und Netzpolitik.org!

Social Networks vs. Bahn

February 3, 2009 by · Leave a Comment
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Markus Beckedahl von Netzpolitik hat ein Dokument online gestellt. Ein  internes Memo zur Mitarbeiter-Rasterfahndung bei der Deutschen Bahn im Volltext, aus dem schon einige Journalisten zitiert hatten. 

Daraufhin schickt die Bahn ihm eine Abmahnung, damit das Dokument von seiner Website verschwindet. Lustiger am selben Tag, an dem Mehdorns “Entschuldigungsbrief” an die Bahnmitarbeiter öffentlich wird. Markus berichtet drüber, und in kürzester Zeit bricht eine Welle von Unterstützungstweets und Blogposts los.

Und wenige Stunden später gibt es eine Meldung bei Spiegel-Online-Eilmeldung, in der steht, dass Mehdorn die “Überprüfung” aller Beschäftigen zugegeben hat – und mit  der Meldung “Mehdorn lässt Blogger unter Druck setzen”. Damit hat die Dokumentenunterdrückungsaktion der Bahn dem unliebsamen Memo mehr Aufmerksamkeit beschert, als das ein einzelnes Politikblog alleine jemals geschafft hätte.

Und die Moral von der Geschichte? Unterschätze auch als Großkonzern die Social Networks nicht.

Die ganze Story und die überwältigende Welle der Hilfbereitschaft nach dem Hilferuf beschreibt Markus auf Netzpolitik.

Update: Julia Seeliger hat eine Facebook-Gruppe zum Thema gegründet, bei ihr gibt es auch ein Interview mit Markus. Und @mspro hat die Liste der Gründe für Mehdorns Rücktritt zusammengeschrieben.

Update2: Nachdem auch die Printmedien – bis hin zu einer taz-Titelseite – die Geschichte gebracht haben, hat die Bahn aufgegeben. Mehdorn hingegen ist immer noch im Amt.