Jean Luc und die Singularität vorm falschen Fenster – ein performativer kollaborativer thinktank vom 8.-10.01. 2010 #jl1
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“Jean Luc” ist ein dreitägiger, offener und transparenter Think-Tank vom 8. bis 10. Januar 2010 im HAU 1 in Berlin. Er schließt thematisch an das atoms&bits Festival 2009 an.
Die Erde ist gut 4,5 Milliarden Jahre alt, der Homo sapiens trat vor 200.000 Jahren auf den Plan, Sprache, Musik und andere universale Kulturtechniken haben sich vor 50.000 Jahren entwickelt. Elektrisches Licht nutzen wir seit 130 Jahren, das erste Auto fuhr vor 123 Jahren, der erste erfolgreiche Flug mit einem Motorflugzeug fand vor 106 Jahren statt. Der erste Webbrowser ist gerade 18 Jahre alt, Google wurde vor kurzem elf und der Aufstieg von Web 2.0 mit Diensten wie Myspace, Facebook und Twitter begann vor gut fünf Jahren. Das erste iPhone kam vor zwei Jahren auf den Markt und Google Wave, in dem dieses Programm entsteht, gibt es seit 6 Monaten.
Arbeit und Leben verändern sich rapide. Das erste Mal in der Geschichte der Menschheit wird eine global vernetzte und partizipative Gesellschaft möglich. Welche Auswirkungen hat all das auf unser Leben, auf unsere Formen zu arbeiten, zu lernen, zu lieben, zu konsumieren, zu produzieren, sich politisch zu agieren, auf Kunst und Kultur? Wie wollen wir diese Entwicklung gestalten?
Öffentliches Programm:
- am Freitag Abend “Auge und Ohr – The Evolution Will Not Be Televised” (Kurzfilmscreenings und Diskussion),
- Samstag Abend (Revue) und
- Sonntag Nachmittag (Kaffeetabletalk).
>> Zum Think-Tank (Society Brainwalk, Fr-So) bitte anmelden.
Eine Veranstaltung von atoms & bits. Kuratiert von Martina Pickhardt, Martin Schmidt und Sebastian Sooth.
Anette Weber muss gehen oder Bei Burda ist man noch in der Steinzeit
Ich beschäftige mich ja bekannterweise vor allem mit der Zukunft der Arbeit. Bei Burda hingegen scheint man sich noch in der Steinzeit der Arbeit zu befinden. Da gibt es mit Annette Weber eine Chefin von instyle, die bei Panorama unverblümt darüber spricht, dass sie Mütter auf Teilzeitstellen als Minderleister empfindet.
Und so gibt es wohl auch nur 4 (vier!) Teilzeitstellen unter der Leitung von Annette Weber. Nebenbei: Es gibt Rechtsanspruch auf Teilzeitstellen.
WuV weist darauf hin, dass nicht nur in dieser Hinsicht bei InStyle sehr schräge Arbeitsbedingungen herrschen. So müssen Modeassistentinnen der Redaktion extra dünn sein – um die Kollektionen der Modefirmen in der Redaktion selber vorzuführen.
Shame on you, Burda! Schafft zeitgemäße Arbeitsbedingungen – und gebt Annette Weber eine Chance, auf einem neuen Job mal über ihre Art und Weise mit Mitarbeitern umzugehen nachzudenken. Burda, setzt Annette Weber ab. Findet auch nordfischbaby und schreibt:
„Es ist ja kein betreutes Wohnen, so eine Redaktion.“ In welchem Jahrhundert leben wir denn, dass eine Frau in dieser Position solche schiefen Töne von sich gibt?
Die Frage stelle ich mir auch.
update: Finja betrachtet das Ganze in einem sehr guten Posting auch nochmal mit einer Betrachtung der Frage, was für ein Mode- und Körperbild InStyle vertritt und befördert.
Nachtrag: Drüben beim Zimmermädchen gibt’s noch einen Hinweis auf die “Redaktion im Urlaub”-Ausgabe der InStyle: Chefredakteurin Annette Weber u.a. mit Cartier-Uhr für 38 100 Euro, Chanel 2.55 für 2150 Euro – die Modeassistentin mit Sandalen von Deichmann und Strohhut von H&M. #WTF-Faktor: hoch!
atomsandbits-festival und camp im September 09
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Bevor ich es vergesse – es gibt eine Menge Neuigkeiten zum “September-Festival”. Das Kind hat einen Namen, und ein Programm: Vom 18. bis 27.09. findet das atoms&bits Festival als dezentrales Event statt, das sich über 10 Tage erstreckt. Einzelne Veranstaltungen finden an verschiedenen Orten von Berlin bis Brooklyn, von München bis Montreal statt. Und am 26./27.09. findet am Berliner Moritzplatz das atoms&bits-Camp statt.
atoms&bits (a&b) sind die kleinsten Elemente unserer modernen Gesellschaft. Genau darum geht es beim atoms&bits Festival: Wie wir die Gesellschaft Bit für Bit, Atom für Atom verändern – organisiert über das Internet und mit greifbaren Ergebnissen.
Bei a&b treffen sich Visionäre, Baustler, Aktivisten, Geeks, Kreative – eben alle, die eine neue Kultur des kollaborativen Selbermachens zelebrieren. Die fünf Themen, um die sich alles dreht sind: neue Arbeitsformen (Coworking), neue Lust am Bausteln (DIY), neue Kultur der Offenheit (OpenEverything), Politik und art of production of art, sowie die Netzkultur als verbindendes Element, das all dies erst möglich macht.


